michael goepferd

michael goepferd

über michael goepferd und die hintergründe zu seinen arbeiten

michael goepferd wurde 1961 in der nähe von coburg geboren. schon früh zeigte sich seine künstlerische und handwerkliche begabung, die durch den umgang mit seiner großmutter erica goepferd, einer malerin, gefördert wurde.
wie sich goepferds‘ mutter erinnern kann, zog es ihn schon in jungen jahren in die weite welt hinaus. michael goepferd ging auf weltreise und absolvierte zahlreiche ausbildungen in verschiedenen ländern. nach kunst-, buddhismus-, und landschaftsgestaltungsstudien und dem entdecken vieler länder und kulturen ließ er sich 1986 in san francisco nieder. dort verdiente er tagsüber mit der landschaftsgestaltung geld, um abends seiner leidenschaft zur kunst nachgehen zu können. obwohl auch einige gemälde von michael goepferd existieren, hat ihn laut erzählungen die malerei nie ganz ausgefüllt – nicht so wie die praxis des linolschnitts, auf welche er sich in seinen letzten lebensjahren voll und ganz konzentrierte.
seine arbeit fand großen anklang und der künstler konnte unzählige ausstellungen selbst oder in kooperation mit anderen künstlern füllen.
er hatte ein großes herz für die natur und für tiere, was sich auch in seinen linoldrucken widerspiegelt. neben diesen und anderen, fast mythologisch und philosopisch anmutenden motiven, findet man vor allem in seinen letzten bildern häufig die auseinandersetzung mit dem thema leid.
michael goepferd hatte aids und litt stark unter den damit einhergehenden krankheitssymptomen. gepflegt wurde er von seinem lebenspartner, der für diese aufgabe sogar seine arbeit aufgab. seine mutter, die ihren sohn stets unterstützte, besuchte ihn mehrmals im jahr in den usa.
obwohl michael goepferd in seinen letzten jahren von seiner kunst hätte leben können, konnte er zwei jahre lang nur im bett liegen, bis er mit 35 jahren an den folgen von aids verstarb.
seine kunstwerke werden nun, 25 jahre nach seinem tod, von seiner nichte weiter in die welt getragen.

vita

  • 1961 geboren in ahorn, nähe coburg, bayern
  • 1980 wohnsitz in berlin
  • 1986 wohnsitz in san francisco, kalifornien, usa
  • 1996 tod, nach langer krankheit durch aids

ausbildung

  • 1976 kunstfachschule; lichtenfels, deutschland
  • 1980 schau- und aktionsraum unart; (studium bei jens hass); west-berlin, deutschland.
  • 1982 hdk, hochschule der künste; berlin, westdeutschland; gaststudent für figurenzeichnen.
  • 19801990 reisen nach marokko , spanien, frankreich, england, griechenland, türkei, iran,
    afghanistan, pakistan, nepal, sri lanka.
    italien; studium der bildhauerei und malerei.
    indien; studierte ein jahr sikhismus, hinduismus, buddhismus.
    usa; ein jahr reisen quer durchs land, einschließlich hawaii.
    berlin, westdeutschland; studium der landschaftsgestaltung bei h. fisher/landschaftsarchitekt.
    coburg, westdeutschland; studierte botanische pflanzen bei susanne merkle/vhs-schule.
    galerie futon; coburg, deutschland

einflüsse

  • erica goepferd; großmutter und kunstmalerin, die ihm als erste beibrachte, wie man bleistift und pinsel zu halten hat
  • deutscher expressionismus & berliner wilde;
    retrospektive nationales museum für kunst, west-berlin
  • egon schiele, max beckmann
  • jens hass; in schau und aktionsraum unart; ausstellung “der fluch der schoenheit”

bilder von vernissage und ausstellung